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Konrad Beikircher

Kabarettist Konrad Beikircher
Urheber: Raimond Spekking, Lizenzinformationen hier
Am 22. Dezember 1945 wurde Konrad Beikircher in Bruneck in Südtirol geboren. Sein vollständiger Name lautet Konrad Johann Aloysia Beikircher. Bekannt geworden ist er als Kabarettist, Autor und Musiker. Bevor er sich jedoch für diese Tätigkeit entschied, leitete ihn seine Berufswahl erstmal in eine andere Richtung. Nach der Schulzeit entschied er sich für ein Studium, was ihn 1965 in das Rheinland brachte, genauer gesagt nach Bonn. Und diese Landschaft und ihre Bewohner sollten später in seinen kabarettistischen Werken eine wesentliche Rolle spielen. Doch vorerst widmete sich Konrad Beikircher seinem Studium der Musikwissenschaft, Psychologie und der Philosophie. Auch heute lebt und arbeitet er noch in Bonn im Stadtteil Bad Godesberg.

Nach dem Studium war er von 1971 bis 1986 als Gefängnispsychologe in der JVA Siegburg tätig, bis er sich dann jedoch als Kabarettist freiberuflich selbständig machte. In seinen Programmen setzt sich Konrad Beikircher häufig mit der Sprache und den Eigenarten des Rheinlands und seiner Bewohner auseinander. Durch genaue Beobachtungen arbeitet er die Besonderheiten des Dialekts und des Verhaltens heraus und präsentiert sie auf der Bühne. Erkennbar ist dies meist schon am Titel des Programms, das beispielsweise „Wie isset? Jot!“ heißt. Neben dem Kabarett beschäftigt er sich auch sehr intensiv mit der Musik. Seine Liebe zur Musik war ebenfalls der Anlass, die Konzertführer Andante Spumante und Scherzo Furioso und die Opernführer Palazzo Bajazzo und Bohème Suprême zu verfassen. Diese Werke vermitteln auf humorvolle aber auch informative Art den Zugang zur Musik. Die Musik war auch wesentlicher Bestandteil seines Programms Una festa sui prati, mit dem er 2006 auf den Bühnen unterwegs war. In diesem Programm beschäftigte er sich mit den Liedern von Adriano Celentano, die interpretierte und besprach. Nicht nur in vielen Auftritten auf der Bühne kann man Konrad Beikircher erleben, sondern auch in seinen zahlreichen Veröffentlichungen in Form von Büchern und CDs.

Mehrere Auszeichnungen und Preise belegen zusätzlich den großen Erfolg, den Konrad Beikircher auf den Bühnen bei zahlreichen Auftritten hatte. Insbesondere sein Engagement für die Mundart und den Dialekt wurde mehrfach geehrt. Dazu zählen die Morenhovener Lupe von 1988 und der Friedestrompreis von 2002. Im Jahr 2005 folgte der Große Kulturpreis der Sparkassen Kulturstiftung Rheinland, de mit 30.000 Euro dotiert ist, und 2006 wurde Konrad Beikircher der Köln Literatur Preis überreicht. Diese Auszeichnung lobte besonders seine Charakterisierungen des Rheinländers und vor allem des Kölners. Eine ganz besondere Auszeichnung wurde Konrad Beikircher 2012 verliehen, als er das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse bekam.