Bülent Ceylan

Bülent Ceylan

Kabarettist Bülent Ceylan
Urheber: Michael Schilling, Lizenzinformationen hier
Bülent Ceylan ist ein Mannheimer Komiker, der in seinem Bühnenprogramm gerne mit dem Mannheimer Dialekt spielt. Es spiegelt sehr gut die modernen Komiker wider, da er sich über viele Vorurteile hinwegsetzt. Bülent Ceylan hat einen türkischen Vater und eine deutsche Mutter und spielt sehr gerne mit den Klischees über Türken. Er ist mit drei älteren Geschwistern aufgewachsen und hat sowohl deutsche als auch türkische Werte vermittelt bekommen. Dadurch kann er sich sehr gut in beide Nationalitäten hineinversetzen und ihnen den Spiegel vorhalten. Er wurde am vierten Januar 1976 geboren und ist schon Mitte der neunziger Jahre mit Bühnen in Kontakt gekommen. Zuerst nur über ein Praktikum beim Musiksender Viva und anschließend beim Radiosender RPR1. Auftritte auf kleineren Bühnen weckten in ihm den Wunsch, den Beruf des Komikers auszuüben. Deshalb gab er sein Studium der Philosophie und Politikwissenschaften auf und widmete sich ganz der Bühne. Kleinere Auftritte führten dazu, dass Bülent Ceylan den Comedy-Autor Robert Junghans traf, der mit ihm 1998 sein erstes Bühnenprogramm mit dem Titel „Produzier mich net" entwickelte. Schon ein Jahr später folgte das nächste Programm der beiden mit "Nou Mässitsch". Bülent Ceylan nahm an diversen Wettbewerben teil und so wurde auch Thomas Hermanns auf den talentierten Deutschtürken aufmerksam. Im November 2002 gelang ihm bundesweit der Durchbruch mit dem Programm "Döner for one". Erstmals wurden auch größere Medien auf sein Talent aufmerksam. Das im Jahr 2005 erfolgreiche Programm "halb getürkt" wurde im Sommer 2006 vom ZDF ausgestrahlt. Damit erlangte Bülent Ceylan Zutritt in alle deutschen Wohnzimmer. Leider dauerte es noch etwas, bis RTL auf den Comedian aufmerksam wurde. Das 2007 aufgezeichnete Programm "Kebabbel net" wurde erst zwei Jahre später ausgestrahlt und war ein voller Erfolg. Schon kurz nach der Ausstrahlung erhielt Bülent Ceylan den deutschen Comedypreis 2009 in der Sparte "bester Newcomer".Kurz darauf folgte 2010 der CIVIS – Europas Medienpreis für Integration. Von da an hatte der Erfolg so richtig Einzug gehalten. Denn 2010 trat der beliebte Comedian mit dem Programm "Ganz schön turbülent" in ausverkauften Hallen auf und wurde im gleichen Jahr mit dem Comedypreis in der Kategorie "bester Comedian" belohnt. Gastauftritte in verschiedenen Formaten haben seinen Bekanntheitsgrad seitdem erhöht. Er war mehrfach im Quatsch Comedy Club auf, war bei Ottis Schlachthof zu Gast und bereicherte als Schauspieler sogar das Set von Hausmeister Krause. Spätestens mit der „Bülent Ceylan Show" bei RTL und der Reihe „Bülent und seine Freunde" ist er endgültig im Olymp des Comedian-Himmels angekommen.