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Heinrich Pachl

Kabarettist Heinrich Pachl
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Der Kabarettist, Schauspieler, Filmemacher und Autor Heinrich Pachl wurde am 12. Oktober 1943 im badischen Nordrach geboren. Bekannt wurde Pachl durch seine mit scharfer Zunge vorgetragenen Kabarettprogramme.

Pachl überzeugte durch Vielseitigkeit und Talent
Seine kabarettistische Karriere startete Pachl mit Straßentheater und Politkabarett. Einem größeren Publikum bekannt wurde der vielseitige Künstler durch seine Auftritte mit "Der wahre Anton" in den 1970er Jahren. Später trat er dann auch gemeinsam mit anderen Künstlern auf. So mit Richard Rogler, Reiner Pause und Matthias Beltz sowie Arnulf Rating. Legendär sind auch die Auftritte mit Jochen Fischer und Christian Maiwurm mit der "Kölner Wochenschau". In den Jahren von 1975 bis 1981 griffen sie dabei immer wieder Themen wie Umweltskandale und Hausbesetzungen auf. Auch vor dem Anprangern des Kölner Klüngel schreckte das Trio nicht zurück und nahm kein Blatt vor dem Mund. Weiterhin war Pachl einer der Gesellschafter und Mitbegründer des Pantheon Theater in Bonn im Jahre 1981 sowie der Gründer des Werkkreises Literatur der Arbeitswelt. Auch der bekannten Kabarettgruppe Reichspolterabend gehörte Pachl an. Aber nicht nur als begabter Kabarettist machte er sich einen Namen, auch als Theaterregisseur war Pachl erfolgreich. So veröffentlichte er in den 1990er Jahren vier Theaterstücke und übernahm öfters Aufträge als Regisseur beim Kölner Schauspiel. Auch im Fernsehen war das Mulitalent präsent - 2007 in dem Zweiteiler "Teufelsbraten" und 2009 in "Unter Bauern". Persönlich verband ihm eine enge Freundschaft mit dem Enthüllungsjournalisten Günter Wallraff. Diesen unterstützte er auch bei mehreren verdeckten Einsätzen. So agierte Pachl zu den Recherchen der Erfolgsreportage "Ganz unten" als Personalvermittler, der Arbeiter für Wartungsarbeiten in Atomkraftwerken suchte. Pachl erhielt für sein künstlerisches Schaffen zahlreiche Auszeichnungen.

"Das überleben wir" (2011), "Spur der Scheine" (2008), "Vertrauensstörende Maßnahmen" (2006), "Abseitsfalle" (2003), "Chaos und Spiele" (2001), "Der Optimator" (1998), "Geld und gute Worte" (1996), "Nicht zu fassen" (1994). Daneben war Pachl in den Theaterstücken, "Köln ist Klasse" (2006), "Gesellschaft mit beschränkter Hoffnung" (1995), "Im wilden Osten" (1991) und "Einheitser" (1991), zu sehen. Weiterhin verfasste Pachl auch zwei Bücher.

Pachl starb am 21. April 2012 in seinem Haus in Köln. Medienberichten zufolge in den Armen seiner Frau, der Musikerin Li Daerr. Die beiden waren mehr als 40 Jahre ein Paar, 2006 heirateten sie. Die Überlebensprognose übertraf Heinrich Pachl um gut fünf Jahre, nachdem bei ihm Krebs diagnostiziert wurde. Bis zuletzt führte er ein aktives Leben.